ausstellung steinprinz  

junge fotografische Inszenierungen
Vertigo
21. September 2012 – 31. Januar 2013

 

 

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein:
am Freitag, 21. September 2012 um 19.30 Uhr

Öffnungszeiten: Die Ausstellungen der Galerie sind täglich von 8 bis 21 Uhr geöffnet und kostenlos zugänglich. Besucher sind herzlich willkommen.

Am 21. September um 19.30 Uhr eröffnet die inzwischen 10. Ausstellung der Reihe „photography“. Diesmal stellen gleich drei Nachwuchskünstler mit frischem Abschluss der FH Dortmund in der ArtFabrik aus.

Vertigo – Schwindel heißt die Ausstellung aufgrund der surrealen Welten, die hier präsentiert werden. Immerfort drehen sich in die Figuren in Natalie Plakuras Film Intrusion, zusammen mit einer eintönigen Musik wirkt die Inszenierung wie eine überdimensionierte Spieldose, allerdings merkwürdig morbid. Eine Vorliebe für bizarre, absurde, dabei aber glatte und sorgsame Arrangements vereint alle drei Künstler. Im Zentrum der Bilder steht jeweils der Mensch, oft nach mystischen oder biblischen Vorbildern zitiert. Bei Dimitri Zaitsev sind es z.B. die Wunder Jesu, komponiert nach bekannten Gemälden, bzw. die griechischen Heldensagen, treffend bezeichnet als Neo-Olympia, bei Helen Sobiralski typische Vanitas-Darstellungen mit etlichen visuellen Anleihen in Gesten und Farben. Ihre Serien Cockenesque und Peut-Etre-pas ziehen den Betrachter in ihren Bann. N. Plaskuras Serie rosa Schleim zitiert Szenen aus Horrorfilmen, jedoch über Farbigkeit und Übertreibung rutschen sie ins Ironisch-Komische.

Faszinierend an den drei fotografischen Inszenierungen ist die Liebe zum Detail, der Gestaltungswille bis zur letzten Rüschenspitze, die Perfektion, mit der entweder schon bei den Arrangements (Plaskura, Sobiralski) oder in der digitalen Bildbearbeitung (Zaitsev) die Arbeiten entstehen. Dem Betrachter präsentiert sich eine fast werbewirksame fotografische Oberfläche, die jedoch durch die starke, z.T. skurrile Symbolik und die Erinnerung an die Tiefe ihrer zitierten Vorbilder gebrochen wird und so etwas Neues entstehen lässt.

Dabei ist der Schwindel in seiner Doppeldeutigkeit in beiderlei Hinsicht zutreffend:
einmal „geschwindelt“ im Sinne von künstlich, nicht echt und zum zweiten im Sinne des Zustandes, in den der Betrachter angesichts der opulenten Surrealitäten versetzt wird.