Fotografie Markus Bollen
 

 
Markus Bollen (Fotografie),
Sabine Neuhaus (Objekte aus Fundstücken)
ÜberSEHEN
08. November 2013 – 10. März 2014

 

 

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein:
am Freitag, 08. November 2013 um 19.30 Uhr

Es spricht: Eric Schönenberg
Es spielt: Royal Street Orchester

Öffnungszeiten: Die Ausstellungen der Galerie sind täglich von 8 bis 21 Uhr geöffnet und kostenlos zugänglich. Besucher sind herzlich willkommen.


Die aktuelle Ausstellung in der ArtFabrik Galerie in Wuppertal erweitert dieses Mal das Konzept „photography“ um einen skulpturalen Anteil. Hintergrund ist die Geste des Findens, die die beiden Künstler Markus Bollen (Photographie) und Sabine Neuhaus (Fundstücke) verbindet. Beide finden in ihren Streifzügen durch die Natur Dinge und Szenen, die sie faszinieren. Strukturen, Details, anmutige und besondere Formen, visuelle Rhythmen – die Entdeckungen sind vielfältig und schier unendlich. Beide Künstler nehmen diese Eindrücke mit und bearbeiten sie auf ihre Art weiter. Markus Bollen, indem er den Moment festhält und speichert, Sabine Neuhaus, indem sie das Objekt mitnimmt, säubert, präsentiert. Mit geschärfter Aufmerksamkeit sehen die Künstler Dinge, an denen wir achtlos vorübergehen. Und so lehren sie uns, genauer hinzuschauen und über unser Sehen nachzudenken, anstatt  Wertvolles zu übersehen.
 
Beide Künstler bewahren etwas vor dem Verfall, einmal ist es ein Moment, der so nicht wieder kommt, mit diesem Licht, mit diesen Objekten und Pflanzen – einmal ist es das Objekt selbst, was dem Kreislauf der Natur entrissen wird. Bilder, wie z.B. „Villa Hügel“ zeigen ein Gespür, Ordnung in der scheinbaren Unordnung zu erkennen und zu wertschätzen. Sowohl der in der daoistischen Philosophie bewanderte Markus Bollen als auch Sabine Neuhaus lehren uns, den Blick von außen nach innen zu richten und die in der Natur wirkende Harmonie zu erkennen. 

Die Bezeichnung der Arbeiten geben Aufschluss über Fundort (Markus Bollen) oder Interpretation (Sabine Neuhaus) des Gefundenen. Wer sich allerdings seinen eigenen  Assoziationen hingeben möchte, sollte nicht zu sehr nach den Titeln schielen, gegebene Bedeutungen übersehen und lieber selber sehen.