Eine ungewöhnliche und zugleich sehr faszinierende Idee realisierten die heutigen Inhaber Roswitha und Erich Bethe in der 150 Jahre alten ehemaligen Metallfabrik der Familie Engels in Wuppertal-Heckinghausen. Als die Industriebrache gekauft wurde, stand die Grundidee bereits fest: Unter dem Motto „Kunst und Helfen“ wird ein kreatives Kunstkonzept mit besonderem Engagement für Kinderhospize verbunden.


Das riesige Gebäude beherbergt nun ein außergewöhnliches Kunst-Hotel, fünf Ateliers und mehrere Ausstellungsbereiche. Die Gäste können so hautnah mit und in der Kunst leben. Von den 105 Zimmern des Hotels werden eine ganze Reihe sehr individuell von Künstlern gestaltet. Die Ausstellungen der Galerie sind rund um die Uhr zugänglich und werden durch ein interessantes Veranstaltungsprogramm bereichert. Besucher und Gäste haben zugleich die Möglichkeit, Künstlern in den Ateliers des Hotels bei der Arbeit zuzusehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Ateliers werden kostenlos für drei bis zwölf Monate vergeben. Auf diese Weise werden junge Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland gefördert. Im Ausstellungsbereich haben vor allem - wenn auch nicht ausschließlich - Künstlerinnen und Künstler aus Wuppertal und Umgebung eine zusätzliche Möglichkeit, sich darzustellen. Um die Qualität der Kunstpräsentationen zu gewährleisten, wurde ein Kuratorium gegründet, das sich aus Fachleuten der Kunst-, Museums- und Marketingszene zusammensetzt und regelmäßig tagt.


Auch das Hotel selbst wurde üppig dekoriert. Das Besondere an der ausgestellten Kunst im gesamten Gebäude ist die Tatsache, dass sie gekauft werden kann. Und hier greift der zweite Grundaspekt der Idee: 30% jedes Verkauferlöses geht als Unterstützung an die geförderten Kinderhospize.